Donnerstag, 10. September 2009
Die Stadt Frankfurt setzt auf Elektromobilität – und die Mainova als Frankfurter Energieversorger macht den Anfang. 15 Elektro-Roller hat das Unternehmen für einen zweijährigen Test angeschafft; drei aus der Roller-Flotte wurden gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. Frankfurts Oberbürgermeisterin zeigte sich von den Rollern und der Idee gleichermaßen begeistert und ließ es sich nicht nehmen, vor zahlreichen Zuschauern selbst einige Runden zu drehen – natürlich mit Schutzhelm. „Die Roller beschleunigen enorm, man muss ganz schön aufpassen“, sagte sie und ist von der neuen Technologie außerordentlich angetan: „Sie fahren sehr leise. Und mit 60 Cent auf 100 Kilometer sind die Stromkosten fast zu vernachlässigen.“
Dafür hat der Roller in der Anschaffung seinen Preis: 3.600 Euro kostet das Gefährt. Aber die Oberbürgermeisterin ist zuversichtlich: „Wenn die umweltfreundliche Technik die Frankfurter überzeugt, wird er sicher bald günstiger.“ Zehn Roller sind bereits an Testpersonen vergeben, mit ihrer Hilfe erhofft sich die Mainova Erkenntnisse über das Nutzerverhalten.
Zuhause lässt sich die Batterie der Roller an jeder Steckdose aufladen, für die Frankfurter Innenstadt will die Mainova zusammen mit der ABG Holding GmbH ein Tankstellennetz aufbauen.
Über die Chancen der Elektromobilität debattiert derzeit auch die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Frankfurt gehört bundesweit zu den Modellregionen, in denen die Möglichkeiten der Elektromobilität getestet werden.