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Freitag, 18. September 2009
Die Siebziger Jahre des 57. Jahrhunderts beginnen
Oberbürgermeisterin und Stadtverordnetenvorsteher gratulieren der Jüdischen Gemeinde zum Neujahrsfest
(pia) Oberbürgermeisterin Petra Roth und Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Bührmann gratulieren der Jüdischen Gemeinde Frankfurt zum jüdischen Neujahrsfest "Rosch Haschana". In dem Brief, der auf den morgigen 19. September datiert und an den Vorsitzenden Salomon Korn adressiert ist, heißt es:

"Sehr geehrter Herr Professor Korn, zum diesjährigen Neujahrsfest senden wir Ihnen und allen Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main persönlich wie auch im Namen der Stadt Frankfurt am Main unsere besten Wünsche für ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 5770.

Diesen Tag der Erinnerung, der Einkehr und Kontemplation nehmen wir zum Anlass, in unsere Gedanken die Menschen jüdischen Glaubens einzuschließen, denen unter nationalsozialistischem Terror schreckliche Verbrechen zugefügt wurden. Die Mahnung an diese Verbrechen wird uns in Gegenwart und Zukunft eine stetige Aufgabe sein.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund nehmen wir in heutigen Tagen mit großer Freude zur Kenntnis, dass die Jüdischen Gemeinden in Deutschland durch Zuwanderung wachsen. In der Ankündigung zu einer ambitionierten Ausstellung des Jüdischen Museums Frankfurt über die jüdisch-russische Einwanderung in die Bundesrepublik heißt es zu recht: "Wenn bei Veranstaltungen in den jüdischen Gemeinden Deutschlands heute Gäste oder Außenstehende zu Wort kommen, fehlt selten die Bemerkung: ’Wer hätte das vor fünfzehn Jahren gedacht?!’".

So wird das Neujahrsfest für uns auch Anlass sein, unseren Blick nach vorne zu richten. Viele Jahre schon verbindet die Gremien der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Frankfurt am Main eine ebenso enge wie vertrauensvolle Zusammenarbeit. Hierfür möchten wir Ihnen, sehr verehrter Herr Professor Korn, unseren Dank aussprechen. Für die gemeinsame Zukunft vertrauen wir auch weiterhin auf unsere gute Zusammenarbeit wie auch das angenehme Miteinander.

Ein herzliches Schana Tova!"
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