Freitag, 20. November 2009
Ob Roth: ’Jetzt kann es endlich losgehen’
Magistrat verabschiedet Raumprogramm für den Bolongaropalast
(pia) Der Magistrat hat heute dem Raumprogramm zur Instandsetzung und künftigen Nutzung des Bolongaropalastes zugestimmt. Damit können die Planungen fortgeführt werden. Hintergrund ist der baufällige Zustand des Gebäudes.
Der unter Denkmalschutz stehende barocke Bolongaropalast weist erhebliche baurechtliche Mängel auf, auch am Dach und an der Außenfassade sind dringende Sanierungsarbeiten notwendig. Deshalb war – im Rahmen des ohnehin erforderlichen Sanierungskonzeptes – die Nutzung des Gebäudes neu auszurichten und entsprechend zu planen. Bereits feststehende Nutzer sind das Büro der Oberbürgermeisterin, das Bürgeramt, das Standesamt, das Versicherungsamt, die Stadtpolizei sowie der Jugend- und sozialzahnärztliche Dienst. Darüber hinaus werden Räumlichkeiten für die Sitzungen des Ortsbeirates im Kapellensaal sowie für die Sprechstunden des Ortsgerichtsvorstehers und der Stadtbezirksvorsteher zur Verfügung gestellt.
Des Weiteren ist im westlichen Gebäudeteil die Einrichtung einer Kindertagesstätte für insgesamt 60 Kinder in vier Gruppen geplant – zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren und zwei Gruppen für Kinder ab drei Jahren. Das Raumprogramm sieht außerdem eine Gastronomie mit Außenbewirtschaftung im Erdgeschoss zwischen Mittelbau und Ostflügel sowie im Kellergeschoss des östlichen Gebäudeteils vor. Die repräsentativen Räume im 1. Obergeschoss des Mittelbaus zwischen dem Kapellensaal und dem künftigen Musiksaal werden der Öffentlichkeit als Veranstaltungsfläche zur Verfügung gestellt. Um das Gebäude barrierefrei zugänglich zu machen, sollen insgesamt drei Aufzüge eingebaut werden.
Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth äußerte sich zufrieden: „Jetzt kann es endlich losgehen. Ein sanierter Bolongaropalast bedeutet für Höchst eine enorme Aufwertung.“ Sie betonte aber auch, dass sie weiterhin für Anregungen offen sei. „Der Diskussionsprozess ist mit dem heutigen Beschluss nicht beendet. Ich möchte, dass alle Beteiligten das neue Konzept mittragen.“ Insbesondere die Höchster Vereine und Initiativen lädt sie ein, Vorschläge und Anregungen einzubringen.