Freitag, 19. Februar 2010
Planungswerkstatt für Höchster Bolongaropalast
(pia) "Die Perspektiven für den Höchster Bolongaropalast werden zusammen mit den Bürgern in einer Planungswerkstatt erarbeitet." Für diese Aussage erhielt Oberbürgermeisterin Petra Roth am Donnerstag den Beifall der knapp 200 Gesprächsteilnehmer, die zu der Informationsveranstaltung in den Bolongaropalast gekommen waren.
Die Planungswerkstatt werde ein externes Architektenbüro organisieren, kündigte die Oberbürgermeisterin an. Schon am 15. März werde die Stadt das Büro bekannt geben, das dann bis zur Sommerpause zu vier ausgiebigen Gesprächen mit interessierten Bürgern einladen werde. Roth versicherte, dass über die künftige Nutzung noch nichts entschieden und somit der Planungsprozess mit den Bürgern noch vollkommen offen sei.
Zu Beginn des Bürgergesprächs erläuterte Roth, allein die Sanierung des Gebäudes im Sinne des Brandschutzes koste über acht Million Euro und es sei wünschenswert, dann auch gleichzeitig die Voraussetzungen für eine bessere Nutzung des Palastes zu schaffen. Im Haushalt stünden insgesamt rund 24 Millionen Euro zur Verfügung, die bei einem verlängerten Planungsprozess aber nicht verfallen, sondern in die folgenden Etats übertragen würden.
Die Oberbürgermeisterin sprach sich dafür aus, ein Nutzungskonzept für den Palast in die Entwicklung des Stadtteils einzubinden und das spätbarocke Bauwerk dabei in den Mittelpunkt zu stellen. Dieser Ort müsse zu einem Begegnungszentrum von Kunst und Kultur und der Wissensvermittlung werden. Und dabei können auch Kinder und Jugendliche angesprochen werden.
Die Oberbürgermeisterin sicherte den Höchstern zu, als Bauherrin werde sie auch die Federführung für dieses für den Stadtteil so wichtige Vorhaben übernehmen. Als Vertreter der Initiative „Hauptsache Kultur“ zollte Ralf Ebert der Oberbürgermeisterin Beifall und bekannte, die Initiative sei mit ihr über den Fortgang der Planung einig. Man sollte daraus ein Modellprojekt der kommunalen Bürgerbeteiligung machen.