Mittwoch, 19. Mai 2010
OB Petra Roth: "Eines der bedeutendsten Bauprojekte in Frankfurt geht auf die Zielgerade"
(pia) Nun geht es richtig los im Frankfurter Ostend: Mit der Grundsteinlegung in Anwesenheit von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet ist der Startschuss für den spektakulären Neubau der Europäischen Zentralbank gefallen. Oberbürgermeisterin Petra Roth würdigte in ihrer kurzen Ansprache das Ereignis: "Heute geht eines der bedeutendsten Bauprojekte in der Geschichte unserer Stadt auf die Zielgerade. Mit der Grundsteinlegung beginnt ein Bau unwiderruflich, in die Höhe zu wachsen."
Bald werde die EZB die Dominante des Ostends sein, sagte die Oberbürgermeisterin. "Frankfurts Skyline erhält Zuwachs durch einen eleganten, gleich einem Segel aufgespannten und in sich verdrehten Baukörper. Er wird eines der spektakulärsten Hochhäuser und zu einer zusätzlichen Attraktion unserer Stadt."
Die neue EZB wird die Großmarkthalle in sich aufnehmen, die zu ihrer Zeit ein technisch wie ästhetisch ebenso Aufsehen erregender Baukörper war. Frankfurt symbolisiere in solchen Vorhaben, dass sich Gegensätze wie "alt und neu" oder "historisch und zukunftsorientiert" keineswegs unversöhnlich gegenüberstehen, sondern einander ergänzten und daraus eine neue ästhetische Qualität schaffen könnten, sagte Petra Roth.
Der Neubau der EZB ist auch ein bedeutender Mosaikstein in der Entwicklung des Frankfurter Ostends, das, wie die Oberbürgermeisterin erläuterte, schon seit Jahren einen großen Aufschwung erlebe, sowohl als Wirtschaftsstandort als auch als Wohnquartier, mit den in unmittelbarer Nachbarschaft der EZB gelegenen Wohnanlagen, mit der Weseler Werft als eine der beliebtesten Flaniermeilen und geplanten Cafes.
"Der Neubau der EZB hat eine ästhetische, städtebauliche Dimension und finanzpolitisch große strategische Bedeutung für Frankfurt. Eine der wichtigsten europäischen Institutionen bindet sich mit diesem Projekt noch mehr an diese alte, europäische, historische Reichsstadt. Sie gehört jetzt zu Frankfurt wie der Main, an dessen Ufer sie sich jetzt niederlässt", so Petra Roth abschließend.