Dienstag, 01. Juni 2010
Oberbürgermeisterin Petra Roth würdigt bedeutende Persönlichkeit jüdischen Lebens
(pia) "Mit großer Trauer" habe sie die Nachricht vom Tode Rosl Arnsbergs erfahren, die sich "aufgrund ihres sympathischen Wesens in Frankfurts Stadtgesellschaft größter Wertschätzung und Anerkennung erfreut" habe, kondolierte Oberbürgermeisterin Petra Roth der Familie dieser "beeindruckenden Persönlichkeit", die einen Tag vor ihrem 102. Geburtstag am 2. Juni verstarb.
"Rosl und Paul Arnsberg haben ein Lebenswerk der Aufarbeitung des historischen Erbes des jüdischen Frankfurts geschaffen. Mit heute kaum mehr vorstellbarer wissenschaftlicher Akribie hat Paul Arnsberg in der Nachkriegszeit historische Forschungen über die Rolle der Juden in Frankfurt und Hessen betrieben und dazu einzigartige Standardwerke verfasst. Seine Frau Rosl Arnsberg hat ihn dabei nachhaltig unterstützt und nach seinem Tode selbst noch in hohem Alter persönlich dafür Sorge getragen, dass dieses einzigartige Lebenswerk fortgeführt wurde", würdigte Petra Roth das Engagement von Rosl Arnsberg und erinnerte daran, dass anlässlich des 100. Geburtstages von Rosl Arnsberg am 2. Juni 2008 die Stiftung Polytechnische Gesellschaft den Rosl und Paul Arnsberg-Preis gestiftet hatte, mit dem herausragende Leistungen in der historischen Forschung zur Geschichte der Juden in Frankfurt ausgezeichnet werden.