Dienstag, 07. September 2010
Asienreise der Oberbürgermeisterin: Weltweites Städtenetzwerk zum E-Government gegründet
(pia) Frankfurt am Main ist jetzt ein maßgebliches Mitglied des weltweiten Städtenetzwerkes "WeGo", in dem sich Städte und Kommunen über ihre Erfahrungen mit aktueller Informationstechnologie austauschen. Am heutigen 7. September hat sich diese Welt-E-Government-Organisation der Städte im südkoreanischen Seoul gegründet; Oberbürgermeisterin Petra Roth und Stadtkämmerer Uwe Becker haben Frankfurt in der asiatischen Metropole vertreten. Petra Roth hat stellvertretend für die Oberhäupter der Städte nach einer Video-Botschaft von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eine Begrüßungsansprache gehalten.
Der Schwerpunkt des heutigen ersten Tages der Gründungsversammlung lag auf der Darstellung der Nutzung der Informationstechnologie als bedeutsame Teile eines bürgernahen E-Governments. Stadtkämmerer Uwe Becker hat dabei E-Sharing und E-Services vorgestellt, die die Frankfurter Stadtverwaltung bereits nutzt: Anhand des Online-Bürger-Dialogs über das Frankfurter Integrations- und Diversitäts-Konzept, der Einrichtung des E-Services "D 115" und des Online-Projektes "Wikimap Nordend" hat er die Entwicklung und die Ziele der Stadt beim E-Government dargestellt und verdeutlicht. Die Präsentation fand ebenso großes Interesse wie zahlreiche Beispiele aus anderen Städten.
Der Oberbürgermeister der Stadt Seoul, Oh Se-hoon, hat das Netzwerk vor zwei Jahren ins Leben gerufen; schon damals gehörte Frankfurt zu den 33 Gründungsmitgliedern. Die Organisation ist mittlerweile gewachsen, jetzt tauschen sich über fünfzig Städte aus der ganzen Welt mit der Entwicklung der Informationstechnologie in den öffentlichen Verwaltungen aus und vermitteln sich gegenseitig Wissen und Erkenntnisse. Die Gründungsversammlung hat der Stadt Seoul die Präsidentschaft des Netzwerkes übertragen. Frankfurt bildet mit den Städten Abu Dhabi, Barcelona, Nairobi, Paris, San Francisco und Sao Paulo das Vizepräsidium. Dem Exekutivgremium des Netzwerkes gehören weitere sieben Städte aus verschiedenen Kontinenten an.
Einvernehmen bestand bei allen Teilnehmern, dass die Informationstechnologie ausgebaut werden müsse, um die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltungen zu steigern - udn zwar zu Gunsten der Bürger und der Unternehmen. Diese seien nicht Adressaten von Verwaltungshandeln, sondern als Kunden Mittelpunkt der Dienstleistungen aller Einrichtungen der Städte.
Die am Rande der Tagung stattfindenden Präsentationen von IT-Entwicklern, -Dienstleistern und –Unternehmen zeigten zahlreiche Beispiele für den Einsatz von moderner Informationstechnologie zum Beispiel im öffentlichen Verkehr, im Krankenhauswesen oder des Umweltschutzes.
Auf ihrer Asien-Reise, die die Oberbürgermeisterin am Donnerstag ins japanische Yokohama und danach nach Shenzhen und Shanghai in China führen wird, stehen Gespräche zur Intensivierung der kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Beziehungen mit den besuchten Städten auf dem Programm. Bereits am heutigen Vormittag hat sich Petra Roth dazu mit dem Präsidenten der koreanischen Tourismus-Behörde (Korea Tourism Organization) Charm Lee getroffen; ebenfalls an diesem Gespräch haben die Stadtverordneten Prinzessin von Hannover und Helmut Heuser sowie Stadtkämmerer Uwe Becker und Annette Biener als Vertreterin der Tourismus und Congress GmbH (TCF) teilgenommen.